Wirtschaft bleibt auf Erholungskurs – aber ausgebremst!

Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf Erholungskurs. Im dritten Quartal 2021 wurden 1,8 Prozent real mehr an Gütern und Dienstleistungen erwirtschaftet als noch im vorgehenden zweiten Quartal und sogar 2,5 Prozent mehr im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal. BGA Bundesverband Großandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.

 

Dies geht aus den jüngst vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden (Destatis) am 29. Oktober 2021 veröffentlichten Daten zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes hervor. Die aufwärtsgerichtete Entwicklung wird sich nach Auffassung des BGA weiter fortsetzen. Auch wenn die Wirtschaftsleistung aktuell immer noch 1,1 Prozent unter Vorkrisenniveau liegt, stehen die Chancen gut, dass der Einbruch aus der Corona-Krise gesamtwirtschaftlich früher ausgeglichen werden kann, als in der Corona-Krise erwartet.

Die Erholung verläuft jedoch nicht ohne Friktionen, sie weist auf eine Abschwächung. Im zweiten Quartal ist die Wirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 1,9 Prozent noch leicht stärker gewachsen. Positiv dabei ist insbesondere, dass im zweiten Quartal mit einem Wachstum von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal der massive Einbruch zu Beginn der Corona-Krise fast ausgeglichen werden konnte. Nach den vorläufigen Berechnungen von Destatis wird das Wachstum im dritten Quartal vor allem von höheren privaten Konsumausgaben getragen. Damit zeigt sich, dass die Kauflaune der Verbraucher ungebrochen stark als Wirtschaftsmotor zu Wachstum und Wohlstand beiträgt. Für den BGA ist jedoch auch wichtig, dass das produzierende Gewerbe und damit der Produktionsverbindungshandel weiterhin eine solide, innovative und beschäftigungsstarke Säule des Erfolgs der deutschen Wirtschaft bleibt. Der wirtschaftliche Erfolg der Unternehmen aus Deutschland auf den nationalen, europäischen und internationalen Märkten hängt entscheidend von der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte und Technologien ab.

Die Unternehmen in Deutschland bewältigen aktuell nicht nur die wirtschaftlichen und finanziellen Herausforderungen aus der Corona-Krise. Zugleich müssen sie sich neuen Herausforderungen aus verstärkter Ressourcenschonung, Umwelt- und Klimaschutz bei fortbestehendem Fachkräftemangel und aktuellen Engpässen bei Rohstoffen und Vorprodukten stellen. Der BGA erwartet in diesem Umfeld von der neuen Bundesregierung, die Unternehmen mit Belastungen und Regulierungen nicht zu überfordern, sondern die Unternehmen im Wandel mit Impulsen für Investitionen und Modernisierungen zu begleiten, um strukturelle Verwerfungen in besonders herausgeforderten Branchen zu vermeiden. Steuererhöhungen weisen dabei in die falsche Richtung und die Finanzierung über neue Schulden zu lösen oder gar die Schuldenbremse auszuhöhlen, wäre nur eine vermeintliche Lösung. Neue Schulden können nur vorübergehend helfen, wenn diese aber unbegrenzt erfolgen und nicht wieder abgebaut werden, bilden die erhöhten Ausgaben von heute eine gewaltige Hypothek für die jungen Generationen, die die Schulden mit ihren Steuern und Beiträgen tragen müssen. Nachhaltigkeit umfasst auch nachhaltig solide Finanzen.

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